Der Solar-Kocher – funktioniert er wirklich ?

17.08.2021 Pessimisten sind Optimisten mit Lebenserfahrung - besagt eine alte Volksweisheit. So war auch die Grünen-Redaktion kritisch und es stand die Frage im Raum : „Taugt eigentlich ein Solarkocher in unseren Breiten ?“ Kurzerhand besorgten wir uns solch einen Kocher und testeten ihn umfangreich. Geliefert wurden alle Einzelteile ordentlich verpackt, ohne große han
handwerkliche Kenntnisse war er schnell montiert. Der Solarkocher besitzt einen ausklappbaren Spiegel, der das eingefangene Sonnenlicht bei korrekter Ausrichtung auf die Sonne auf eine spezielle Glasröhre bündelt.Hilfreich beim Ausrichten ist ein kleiner roter Stab, der - wenn er genau auf die Sonne zeigt - keinen Schatten mehr wirft.

  

Innerhalb der Glasröhre  befindet sich eine Art Wanne aus Metall, in der die zu kochenden oder zu grillenden Lebensmittel gelegt werden. Zuerst erhitzten wir probehalber einen halben Liter frisches Leitungswasser. Ergebnis: Nach gut einer halben Stunde kochte es, und so machten wir einen weiteren Versuch mit Heisswürstchen. Auch hier brauchte es ca. eine halbe Stunde, bis sie „durch“ waren ( tatsächlich viel zu heiß, um sofort verzehrt werden können ). Danach war es eine Reispfanne, die wir erhitzten, getestet wurden auch Ravioli.

Hilfreich zum Feststellen, ob die Lebensmittel tatsächlich heiss sind, ist eine kleine Öffnung, aus der deutlich sichtbar Wasserdampf entweichen kann und somit ein optisches Signal gibt.  Fazit : Der Solargrill ist mehr als nur Spielzeug, selbst bei leicht bedecktem Himmel konnten wir eine vollständige Mahlzeit in einer überschaubaren Zeit erhitzen – eben ohne Strom, Gas oder Kohle. Ein Ersatz für den heimischen Elektroherd ist er eher nicht, zumal streng genommen nur eine Mahlzeit auf einmal zubereitet werden kann. Hingegen ist der Solarkocher auch gut transportabel, eine Tasche zum Umhängen wird mitgeliefert. Ein Hingucker ist er auf jeden Fall.



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