16.12.2025 Zur Sache ging es erwartungsgemäß bei der Haushaltsberatung. Nach der Einbringung der Haushaltsreden wurde deutlich, dass der Abend länger werden würde. Am Ende der letzten Haushaltsrede stand fest: Bei der Abstimmung zur Verabschiedung des Haushalts wird es eine Pattsituation geben: 13 zu 13 Stimmen. Bei der CDU fehlte ein Ratsmitglied, sodass auch mit der Stimme des Bürgermeisters der Haushalt nicht die erforderliche Mehrheit bekommen würde. Der Bürgermeister erkannte die Lage – und ließ die Sitzung zur Beratung der Fraktionsspitzen unterbrechen. Für 1 Stunde und 33 Minuten. Am Ende kam, nachdem zunächst lebhaft über den Sinn dieser Beratungspause diskutiert wurde, als Kompromiss die Anbringung von Sperrvermerken in Gesamthöhe von 10 Millionen heraus.
Auf den ersten Blick eine opulente Tagesordnung: 19 Tagesordnungspunkte im öffentlichen Teil, dazu noch zwei im nichtöffentlichen. Wer genauer hinschaute, stellte fest, dass TOP 14 die Einbringung des Haushalts betraf (4 Haushaltsreden, Abstimmung Haushalt, Ergebnis- und Finanzplan) und der mit Spannung erwartete, nicht unbrisante Tagesordnungspunkt war.
Meistens ist es so – und diesmal war es nicht anders –, dass die Tagesordnungspunkte in den Ausschüssen vorberaten sind und im Gemeinderat dann klar ist, wie abgestimmt wird. Entsprechend gab es auch bei 15 der 19 Tagesordnungspunkte im öffentlichen Teil keine weiteren Wortmeldungen, und es wurde abgestimmt, jeweils einstimmig. Entweder waren es unstrittige Dinge oder gesetzliche Erfordernisse.
Zur Sache ging es dann erwartungsgemäß bei der Haushaltsberatung. Nach der Einbringung der Haushaltsreden wurde deutlich, dass der Abend länger werden würde. Eine Rede blieb knapp unter zehn Minuten, die übrigen drei bewegten sich irgendwo zwischen 23 und 29 Minuten. Inhaltlich ambitioniert, zeitlich sportlich. Einige mit doppeltgroßer Portion Weltpolitik.
Am Ende der letzten Haushaltsrede stand fest: Bei der Abstimmung zur Verabschiedung des Haushalts wird es eine Pattsituation geben: 13 zu 13 Stimmen. Bei der CDU fehlte ein Ratsmitglied, sodass auch mit der Stimme des Bürgermeisters der Haushalt nicht die erforderliche Mehrheit bekommen würde. Der Bürgermeister erkannte die Lage – und ließ die Sitzung zur Beratung der Fraktionsspitzen unterbrechen. Für 1 Stunde und 33 Minuten. Am Ende kam, nachdem zunächst lebhaft über den Sinn dieser Beratungspause diskutiert wurde, als Kompromiss die Anbringung von Sperrvermerken in Gesamthöhe von 10 Millionen heraus.
Diese Patt-Situation war allerdings alles andere als überraschend. Sie war vorher bekannt, absehbar und im Grunde unausweichlich. Dass ein CDU-Ratsmitglied aus dienstlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, wusste man. Dass die CDU damit auch zusammen mit der Bürgermeisterstimme keine Mehrheit mehr hatte, ebenso. Man hätte sich also im Vorfeld miteinander verständigen können. All das, was später unter Zeitdruck und mit spürbarer Hektik mühsam in der Sitzung verhandelt wurde, lag offen auf dem Tisch. Umso erstaunlicher ist, dass im Vorfeld offenbar niemand das Gespräch gesucht hat. Gerade in den Haushaltsreden wurde das Miteinander, das Gespräch, das gemeinsame Ringen um Lösungen gerne beschworen. Gemacht hat es dann aber niemand. Das ist schwer nachvollziehbar.
Im Rahmen der Diskussion zu den Haushaltsreden hattem wir den Bürgermeister gefragt, was das Gewerbegebiet Grothues Nord denn nun kosten wird. Wir haben ihn daran erinnert, dass wir ihn im Wahlkampf zweimal öffentlich genau das gefragt haben – ohne Antwort. Auch diesmal blieb eine konkrete Zahl aus. Wir haben dann selbst eine genannt: Auf Grundlage der Hochrechnung für die Erweiterung des Gewerbegebiets Grothues Ost müsste Grothues Nord mindestens 22 Millionen Euro kosten. Widersprochen hat der Bürgermeister nicht.
Vor der Unterbrechung der Sitzung gab es noch den Hinweis, man könne sich bei der Abstimmung zum Haushalt ja auch enthalten, falls man nicht ohne Vorbehalte zustimmen könne. Welch famoser Hinweis: Man muss nämlich wissen, dass für das Durchbringen eines Antrags die Mehrheit der abgegebenen Stimmen zählt. Gezählt werden die Stimmen der anwesenden Ratsmitglieder. Enthaltungen zählen weder als Ja noch als Nein – und helfen damit faktisch der Mehrheit der Ja-Stimmen. Dass das nicht allen Anwesenden sofort klar war, bleibt eines der größeren Rätsel dieses Abends.
Während der Unterbrechung der Sitzung verhandelten die Fraktionsspitzen im Sitzungszimmer. Das Ergebnis: keine Streichliste, sondern Sperrvermerke in Höhe von 10 Millionen. Die CDU entschied sich für einen Sperrvermerk bei der Verbundschule, die SPD für einen Sperrvermerk bei der Ortskernneugestaltung, die Grünen für einen Sperrvermerk beim Gewerbegebiet Nord. Die FDP erklärte, keine eigenen Sperrvermerke machen zu wollen, da alle genannten ihre Zustimmung fänden. Kein eigener Schwerpunkt ist auch ein Standpunkt.
Letztlich wurde nach Anbringung der Sperrvermerke der Haushalt verabschiedet. Das Abstimmungsergebnis: 16 Ja-Stimmen, 9 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung. (Wir haben mit einem Ratsmitglied einer anderen Partei gewettet, dass die Sperrvermerke bis zu den Sommerferien wieder vom Tisch sind und am Ende doch alles so läuft, wie es ursprünglich ohnehin gedacht war.) Ach ja : 1,2 Mio Euro Minus.
Ausführlicher Bericht von Ratsmitglied A.Franitza
Nächster Termin : 09.02.2026
10.02. Soziales, Kultur + Sport
19.02. Planung + Umwelt
24.02 Hauptausschuss
21.04. Bez. Alverskirchen
28.04. Bau + Infrastruktur
30.04. Soziales, Kultur + Sport
05.05. Planung + Umwelt
07.05. Hauptausschuss
12.05. Gemeinderat
02.06. Bez. Alverskirchen
09.06. Bau + Infrastruktur
11.06. Soziales, Kultur, Sport
Wer antritt, um wirklich etwas zu verändern, erlebt schnell, dass er auf feste Strukturen stößt, die Veränderungen als Störung verstehen. (unbek.)
Der Bauer macht den ersten Zug, am Ende fällt der König. (Regel)
Wer will, findet Wege. Und wer nicht will, findet Gründe. (unbek.)
Der Hass ist eine sehr zähe Pflanze, die nur wenig Wasser braucht. (unbek.)
Wenn die Lüge 100mal vorgetragen wurde, wird sie als Wahrheit angenommen.
Wenn plötzlich die Wahrheit genannt wird, wird sie als Lüge wahrgenommen, weil sie neu ist.
Zu fällen einen schönen Baum, braucht's eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk es, ein Jahrhundert. (Eugen Roth)
Alle Wünsche werden klein, gegen DEN, gesund zu sein. ("Schremser", aus der ORF-Serie "Kottan ermittelt" )
Der Sprint ist die Lüge.
Der Marathon ist die Wahrheit.
(unbek.)
Der Tourist zerstört, was er sucht. (Kirstges)
Die Erde ist nicht nur unser gemeinsames Erbe, sie ist auch die Quelle des Lebens. (Dalai Lama)
Zu fällen einen schönen Baum, braucht's eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk es, ein Jahrhundert.
(Eugen Roth)
Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.
(Charles Darwin)
Im begrenzten Lebensraum ist ewges Wachstum nur ein Traum.
(M. Zimmermann)
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