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Aus dem Planungsausschuss

18.6.20226  In der letzten Sitzung des Ausschusses für Planung, Umwelt- und Klimaschutz (PLUK) am 16. Juni wurde deutlich: Die Politik im Landkreis Warendorf kommt beim Klimaschutz nur langsam voran. Wir von den Grünen haben uns in dieser Sitzung konsequent für zukunftsfähige Lösungen, pragmatischen Wohnungsbau und echte Klimaanpassung eingesetzt.

**Klimafolgenanpassung: Ein Anfang, aber es muss jetzt schnell gehen**

Das „Integrierte Klimafolgenanpassungskonzept“ für den Kreis und seine Kommunen ist immerhin ein Anfang. Die Erkenntnisse in diesem Papier – extremere Sommer, Hitzeperioden und Starkregen – sind nichts Neues; wir Grünen fordern diese Perspektive seit Jahrzehnten. Dass dies nun offiziell anerkannt wird, ist ein wichtiger Schritt, aber wir dürfen hier nicht stehen bleiben: Es müssen nun umgehend konkrete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden.

Kurios wurde es bei der Diskussion um die Kirchplatzneugestaltung: Während die SPD hier gefühlt ihren eigenen „Hambacher Forst“ entdeckte und einen unrealistischen 1-zu-1-Ersatz für kranke Bäume forderte, setzten wir auf eine moderne, ökologische Lösung. Die zu fällenden Bäume werden durch umfassende Kompensationsmaßnahmen ersetzt – allen voran durch die Entsiegelung des Kirchplatzes, bei der Pflasterflächen durch Beete und neue Baumplanzungen ersetzt werden. Eine solche klimafolgengemäße Anpassung ist die einzig logische Konsequenz. Wir freuen uns, dass das Konzept letztlich einstimmig beschlossen wurde.

**Doppelnutzung für die Zukunft: Ja zur Agri-PV**

Ein weiterer Erfolg für die Energiewende ist die empfohlene Zustimmung zur Errichtung einer Agri-PV-Anlage auf dem Grundstück Püning 9. Der Planungsausschuss schloss sich hier der Empfehlung des Bezirksausschusses Alverskirchen an und empfiehlt dem Rat einstimmig den Beschluss. Die Kombination aus Landwirtschaft und Stromerzeugung ist ein Gewinn für die lokale Energieversorgung.

**Wohnbau: Mut zum „Bauturbo“ statt Blockadehaltung**

Besonders spannend wurde es bei der Entscheidung über die Sanierung in der Elsa-Brandström-Straße 3. Hier geht es um ein junges Ehepaar, das sein Haus sanieren und erweitern möchte. Wir haben uns klar für die Anwendung des „Bauturbos“ (§ 36 a BauGB) ausgesprochen.

Die Visualisierungen der Baukubaturen machen das Problem deutlich: Die Planung der Bauherren ist kompakt. Würde man starr am Bebauungsplan (Satteldach) festhalten, müsste das Gebäude wesentlich massiver und größer werden, um nutzbare Räume zu schaffen. Wir sagen: Rettet die graue Substanz! Ein kleinerer, funktionaler Umbau ist ökologisch und städtebaulich sinnvoller als ein riesiger Neubau, der nur deshalb so groß wäre, um formal dem Bebauungsplan zu entsprechen.

Von den vier direkten Grundstücksnachbarn waren drei dafür; der vierte wiederholte lediglich die bürokratischen Bedenken der Gemeinde. Dass die CDU dann im Ausschuss von vermeintlichen Bedenken „aus der weiteren Nachbarschaft“ berichtete, finden wir befremdlich. Diese Art der vermittelten Wiedergabe eines vermeintlichen Bürgerwillens hat in einem Gremium nichts zu suchen. Politische Entscheidungen werden im Ratssaal debattiert und nicht in privaten Vorgärten. Das Rathaus ist das Forum für die politische Beratung, nicht die informelle Flurpolitik der CDU. Mit 10 zu 4 Stimmen wurde die Zustimmung erteilt – ein Sieg für die Vernunft.

**Ein Wort zur Berichterstattung**

Wir beobachten mit Bedauern, dass die lokale Presse (Westfälische Nachrichten) in ihrer Berichterstattung wesentliche Teile der Diskussion ausblendet. Weder wir Grünen noch die SPD werden im Zeitungsbeitrag erwähnt, obwohl wir maßgeblich an den Debatten beteiligt waren. Zudem wurde fälschlicherweise berichtet, der Landkreis Warendorf habe Bedenken gegen das Bauvorhaben geäußert. Dass dies faktisch falsch ist, konnte der Bauherr direkt im Ausschuss belegen, indem er das Originaldokument des Landkreises verlas.

Wir fordern eine sachliche und vollständige Berichterstattung – denn politische Arbeit findet im Dialog aller Fraktionen statt, nicht nur in den Ausschnitten einer einzelnen Partei.



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Es könnten viele Leute aus ihren Fehlern lernen, wenn sie nicht damit beschäftigt wären, sie bei anderen zu suchen. [unbek.)

Wer antritt, um wirklich etwas zu verändern, erlebt schnell, dass er auf feste Strukturen stößt, die Veränderungen als Störung verstehen. (unbek.)

Der Bauer macht den ersten Zug, am Ende fällt der König. (Regel)

Wer will, findet Wege. Und wer nicht will, findet Gründe. (unbek.)

Der Hass ist eine sehr zähe Pflanze, die nur wenig Wasser braucht. (unbek.)

Wenn die Lüge 100mal vorgetragen wurde, wird sie als Wahrheit angenommen.
Wenn plötzlich die Wahrheit genannt wird, wird sie als Lüge wahrgenommen, weil sie neu ist.

Zu fällen einen schönen Baum, braucht's eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk es, ein Jahrhundert. (Eugen Roth)

Alle Wünsche werden klein, gegen DEN, gesund zu sein. ("Schremser", aus der ORF-Serie "Kottan ermittelt" )

Der Sprint ist die Lüge.
Der Marathon ist die Wahrheit.
(unbek.)

Klimazitate

Der Tourist zerstört, was er sucht. (Kirstges)

Die Erde ist nicht nur unser gemeinsames Erbe, sie ist auch die Quelle des Lebens. (Dalai Lama)

Zu fällen einen schönen Baum, braucht's eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk es, ein Jahrhundert.
(Eugen Roth)

Alles, was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.
(Charles Darwin)

Im begrenzten Lebensraum ist ewges Wachstum nur ein Traum.
(M. Zimmermann)

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